CNC-Drehteile nach Zeichnung bis Ø 230 mm
Wir drehen Präzisionsteile auf zwei CNC-Drehzentren. Beide haben einen Revolver mit zwölf angetriebenen Werkzeugplätzen – Bohrungen, Fräsflächen und Gewinde entstehen deshalb in derselben Aufspannung wie die Drehkontur. Was wir nicht haben, ist eine Gegenspindel: Rückseitenbearbeitung bedeutet bei uns ein zweites Spannen.
Die beiden Drehzentren
| Maschine | Achsen | Kapazität | Steuerung | Ausstattung |
|---|---|---|---|---|
| DMG CTX 500 Beta | 4 Achsen | Ø 230 mm · Spindeldurchlass 67 mm | Heidenhain TurnPlus | Revolver mit 12 Werkzeugplätzen, alle angetrieben |
| Gildemeister CTX 410 | 3 Achsen | Ø 200 mm · Spindeldurchlass 55 mm | Siemens ShopTurn | Revolver mit 12 Werkzeugplätzen, alle angetrieben |
Was wir drehen –
und wo die Grenze liegt
Der nutzbare Drehdurchmesser endet bei Ø 230 mm, der Spindeldurchlass bei 67 mm. Stangenmaterial verarbeiten wir bis zu diesem Durchmesser. Größere Rohteile schneiden wir vorher auf der CNC-Säge zu, die bis 500 mm Schnittbreite mit einer Genauigkeit von 0,1 mm auch mannlos läuft.
Zwei Drehzentren sind keine Dreherei im Volumengeschäft. Unsere Stärke liegt bei Drehteilen, die anschließend oder gleichzeitig gefräst, erodiert, geschliffen oder dokumentiert werden müssen – nicht bei 50.000 einfachen Buchsen. Wenn Ihr Bauteil nur gedreht werden muss und in hoher Stückzahl läuft, ist ein reiner Drehbetrieb der wirtschaftlichere Partner. Das sagen wir vorher, nicht nach dem Angebot.


Dreh-Frästeile
in einer Aufspannung
Alle zwölf Werkzeugplätze beider Revolver sind angetrieben. In derselben Aufspannung wie die Drehkontur entstehen damit Querbohrungen, Taschen, Schlüsselflächen, Nuten, Innen- und Außengewinde sowie außermittige Bohrbilder.
Der eigentliche Grund für ein Dreh-Frästeil ist nicht die Zeitersparnis, sondern die Lagegenauigkeit: Je weniger Umspannungen ein Bauteil braucht, desto exakter sitzt die Fräsgeometrie zur Drehachse. Fräsgeometrien, die über das hinausgehen, was ein Drehrevolver leisten kann, fertigen wir im Anschluss auf den 5-Achs-Zentren.
Was nach dem Drehen folgt
Alle Folgeschritte liegen im Haus, ohne Transportweg zwischen den Prozessen:
- Rundschleifen bis Ø 200 mm bei 450 mm Spitzenlänge, für Kleinteile bis Ø 50 mm bei 200 mm Spitzenlänge – der Weg zu engeren Maß- und Rundheitstoleranzen, als Drehen allein sie liefert.
- Gleitschleifen zum definierten Entgraten feiner Geometrien.
- Sandstrahlen mit Korund oder Glaskugeln.
- Ultraschallreinigung für UHV- und reinraumtaugliche Bauteile.
Werkstoffe
Bonsack ist auf schwer zerspanbare Legierungen spezialisiert – Titan, Inconel, Hastelloy, Invar und Kovar. Welche davon sich auf unseren Drehzentren wirtschaftlich darstellen lassen, hängt am Bauteil: Durchmesser, Wandstärke, Toleranz und Losgröße entscheiden mit. Das klären wir im Machbarkeitscheck, bevor ein Angebot entsteht.
Nachweis statt Zusage
Welche Toleranz ein Drehteil erreicht, hängt von Geometrie, Werkstoff und Spannsituation ab – eine pauschale Zahl wäre unseriös. Belegbar ist die Messtechnik: ein Zeiss CONTURA G4 mit scannendem Tastkopf und einer Messunsicherheit von 2,0 + L/350 µm, eine Zeiss DURA MAX mit 2,4 + L/300 µm und Rautiefenmessung, ein optischer Messprojektor von Keyence sowie rund 500 Passungs- und Gewindelehren.
Das Toleranzkonzept legen wir vor Fertigungsbeginn gemeinsam fest. Dann steht vor dem ersten Span, welches Maß wie geprüft und wie dokumentiert wird.
Wir erstellen ein belastbares Angebot mit realistischem Ramp-up
Häufige Fragen zum CNC-Drehen
Welchen maximalen Durchmesser können Sie drehen?
Ø 230 mm auf der DMG CTX 500 Beta, Ø 200 mm auf der Gildemeister CTX 410. Der Spindeldurchlass beträgt 67 beziehungsweise 55 mm – das ist die Grenze für durchgesteckte Stangen.
Drehen Sie Stangenmaterial?
Bis zum Spindeldurchlass von 67 mm ja. Größere Rohteile schneiden wir vorher auf der Behringer HBP 313 A zu: bis 500 mm Schnittbreite, Genauigkeit 0,1 mm, im Automatikbetrieb auch mannlos für Serienteile.
Können Sie Drehteile vollständig bearbeiten, auch die Rückseite?
Ja, aber mit einem zweiten Spannen – unsere Drehzentren haben keine Gegenspindel. Wenn zwischen Vorder- und Rückseite enge Lagetoleranzen gefordert sind, sagen wir Ihnen vorher, was damit erreichbar ist und was nicht.
Was ist ein Dreh-Frästeil?
Ein Bauteil mit rotationssymmetrischer Grundform und gefrästen Elementen – Schlüsselflächen, Nuten, Querbohrungen, außermittige Bohrbilder. Es entsteht mit angetriebenen Werkzeugen in derselben Aufspannung wie die Drehkontur, wodurch die Fräsgeometrie exakt zur Drehachse sitzt.
Fertigen Sie Drehteile ab Stückzahl 1?
Ja – Einzelteil, Prototyp und Kleinserie sind unser Normalfall. Umgekehrt gilt: Bei hohen Stückzahlen einfacher Drehteile ohne Fräs-, Erodier- oder Dokumentationsanteil sind wir nicht der wirtschaftlichste Partner.
Welche Toleranzen sind beim Drehen erreichbar?
Das hängt von Geometrie, Werkstoff, Wandstärke und Spannsituation ab – eine pauschale Zahl wäre unseriös. Für engere Maß- und Rundheitstoleranzen schleifen wir rund: bis Ø 200 mm bei 450 mm Spitzenlänge. Geprüft und dokumentiert wird auf dem Zeiss CONTURA G4 mit einer Messunsicherheit von 2,0 + L/350 µm.
Drehteil oder Dreh-Frästeil anfragen
Senden Sie Zeichnung oder CAD-Modell.
Wir prüfen Machbarkeit, nennen die Grenzen und melden uns kurzfristig.